Rhein Fire kann weiter auf den Einzug ins Halbfinale der European League of Football hoffen. Nach dem 23:21 (0:3, 13:6, 7:0, 3:12) im ‘Deutschland-Derby’ gegen Frankfurt Galaxy vor der ELF-Rekordkulisse von 12.055 Zuschauern in der Duisburger Schauinsland-Reisen-Arena benötigen die Schützlinge von Cheftrainer Jim Tomsula nun noch zwei Siege aus ihren beiden verbleibenden Partien bei den Cologne Centurions und gegen die Leipzig Kings, um als bester Gruppenzweiter in die Runde der letzten Vier einzuziehen – und ein wenig Schützenhilfe durch den alten Rivalen aus Hessen. Die müssten nämlich nächste Woche die Tirol Raiders schlagen, damit Fire im Playoff-Rennen bleibt.

Vor der den begeisterten Fans boten sich die ‘ewigen’ Rivalen einen offenen Schlagabtausch, der sich am Ende dramatisch zuspitzte. Die Gastgeber schienen zehn Minuten auf dem Weg zu ihrem – dann wohl entscheidenden vierten Touchdown, als Quarterback Jadrian Clark kurz vor der Frankfurter Endzone den Ball verlor (fumblete). Die Galaxy blieb trotz des 15:21-Rückstandes ausgesprochen cool und marschierte kontinuierlich mit schier nicht zu stoppendem Kurzpassspiel übers Feld. Genau 21 Sekunden vor Schluss fing Ex-NFL-Profi Reece Horn einen Pass von Spielmacher Jakeb Sullivan zur 21:20-Führung für die Hessen.

Nach dem Kickoff der Gäste blieben Fire noch 12 Sekunden, um zurück zu schlagen. Drei Spielzüg später und dank einer Undiszpliniertheit des Frankfurter Cheftrainers Thomas Kösling, die Fire 15 Yards Raumgewinn einbrachte, kamen die Hausherren bis zur 33 Yards-Linie der Galaxy. Von dort aus setzte Aushilfskicker Rene Hanßen das Lederei zwischen die Torstangen – die Arena bebte in einem wahren Jubelsturm.