Vor 5.008 Zuschauern in der Duisburger Schauinsland-Reisen-Arena hat Rhein Fire am Sonntag ein deutliches Ausrufezeichen gesetzt. Gegen die Wrocław Panthers dominierte Fire von Beginn an das Geschehen und feierte mit einem 48:7-Erfolg einen souveränen Heimsieg.
Die Fire-Offense zeigte sich variabel, die Defense setzte die Gäste aus Polen immer wieder unter Druck – und bereits zur Halbzeit war die Partie beim Stand von 31:7 praktisch entschieden.Die Gäste aus Polen versuchten früh, das Laufspiel über David Brzozowski zu etablieren. Zwei Flags warfen die Panthers jedoch im ersten Drive zurück. Nazir Streater fing umgehend einen Pass von Jameson Wang ab – seine dritte Interception der Saison. Gegen Wide Receiver Flores Calderon stand Streater dabei besonders gut.
Die Fire-Offense übernahm an der eigenen 49-Yard-Line. Erstes Play: Ein Shuffle Pass von Kenji Bahar auf Jonathan Scott. Der Running Back lief bis zur Panthers-15-Yard-Line. Zwei Plays später erneut Bahar auf Scott: Touchdown aus elf Yards – 7:0 nach viereinhalb Minuten.
Schockmoment für die Gäste im nächsten Drive: David Brzozowski musste verletzt vom Feld. Der Druck auf Quarterback Jameson Wang nahm zu. Diego Gonzalez Paz sorgte mit einem Sack für ein schnelles Ende der Angriffsserie – Three-and-Out.Rhein Fire übernahm an der eigenen 40-Yard-Line, gab den Ball aber schnell wieder ab. Passverteidiger Kristof Wis fing eine Interception. Ballbesitz Panthers in der Hälfte von Fire. Wang erlief zunächst ein First Down und bediente Flores Calderon an der 5-Yard-Line der Gastgeber.
Wang vollendete den Drive anschließend selbst mit einem Lauf aus vier Yards und überwand dabei vier Tackles. 7:7. Fire nahm diesen Schlag direkt an. Mit einem Flea-Flicker-Pass von Bahar auf Kaylon Geiger über 43 Yards ging es wieder nach vorne. 14:7 zum Ende des ersten Viertels.Wroclaw suchte ohne Brzozowski nach Alternativen. Wang fand bei einem 3rd & 7 tief in der Fire-Hälfte mit einem First-Down-Pass Kamil Kotlarz. Das Laufspiel war jedoch längst nicht mehr so effektiv. Top-Receiver Mike Harley wurde eng gedeckt. Auch ein Hand-off über Harley brachte die Panthers nicht weiter.
Ein Pass von Wang in die Endzone wurde von Nazir Streater abgefangen. Die Schiedsrichter werteten die Aktion zuerst als Out of Bounds. Rhein Fire beantragte den Videobeweis. White Hat James Ford-Bannister änderte die Entscheidung anschließend auf Touchback für Fire. Ball für Rhein Fire an der eigenen 20-Yard-Line. Läufe von Jonathan Scott und ein 17-Yard-Catch von Kaylon Geiger brachten den Fire-Angriff schnell zurück in die Hälfte der Panthers. Beim 3rd & 4 geriet Kenji Bahar unter Druck. Er improvisierte, verließ die Pocket und fand Marvellous Imade, der sich in der Mitte des zweiten Viertels freigelaufen hatte. Der Receiver fing den Pass aus 31 Yards Entfernung und lief zum Touchdown. 21:7.
Die Auftritte der Panthers-Offense blieben kurz. Beim Punt gab es Probleme beim Snap zu Dominik Niedziela. Lukas Wiesbrock stoppte den polnischen Punter an der 27-Yard-Line der Gäste. Jonathan Scott und Harlan Kwofie sorgten mit Läufen und Pässen von Bahar zunächst für wichtige Yards. Beim 3rd & 7 war es dann Tight End Chris Mielke, der aus 13 Yards über die linke Seite zum nächsten Fire-Touchdown lief. 28:7 bei noch drei Minuten in der ersten Halbzeit.
Die Probleme der Panthers-Special-Teams gingen weiter. Beim Kickoff-Return hatten die polnischen Returner Schwierigkeiten bei der Ballannahme. Die nächste Angriffsserie begann deshalb an der eigenen 6-Yard-Line.Die Panthers konnten sich nicht befreien. Diego Gonzalez Paz setzte Wang innerhalb der Panthers-10-Yard-Line mit einem Sack unter Druck. Rhein Fire bekam mit knapp 20 Sekunden vor der Pause noch einmal den Ball an der Panthers-40-Yard-Line. Genug Zeit, um einen erfolgreichen Field-Goal-Versuch von Van Santen aus 54 Yards bei auslaufender Uhr vorzubereiten. Halbzeitstand: Rhein Fire 31:7 Wrocław Panthers.Kaylon Geiger eröffnete die zweite Hälfte standesgemäß: Sein Kickoff-Return führte bis an die 46-Yard-Line der Panthers. Kenji Bahar, der den Tag mit 203 Passing Yards und fünf Touchdowns beendete, und seine Offense konnten anschließend variabel und nahezu ohne Gegenwehr schalten und walten. Marvellous Imade erzielte aus elf Yards seinen zweiten Touchdown des Tages und schloss damit die rund dreieinhalbminütige Angriffsserie ab. 38:7. Die Pause half der Panthers-Offense bei der Suche nach Lösungen kaum. Diego Gonzalez Paz erzielte seinen dritten Sack gegen Quarterback Jameson Wang. Jannik Seibel und Marius Kensy ließen den Receivern der Panthers kaum Raum zur Entfaltung.
Dieser rote Faden zog sich durch die gesamte zweite Halbzeit.Jonathan Scott erzielte nach einem Pass von Bahar über 20 Yards im dritten Viertel einen weiteren Touchdown. Im vierten Quarter erhöhte Van Santen mit einem 25-Yard-Field-Goal. Mit den weiteren Punkten stellte Rhein Fire den 48:7-Endstand her. Bereits am kommenden Samstag steht das AFL-Gipfeltreffen in der Duisburger Schauinsland-Reisen-Arena an: Rhein Fire empfängt die Vienna Vikings. „Wenn wir unsere Aufgaben gewissenhaft durchziehen, dann können wir jedes Team schlagen“, sagte Nazir Streater nach der Partie im Stream von AFLE+.